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Wie sind Ausgaben für Pflegeleistungen steuerlich zu berücksichtigen?

Angesichts der steigenden Lebenserwartung werden zunehmend Pflegeleistungen in Anspruch genommen. Für die optimale Berücksichtigung dieser Ausgaben in der Einkommensteuererklärung muss man allerdings genau rechnen. Das liegt daran, dass der Gesetzgeber drei Möglichkeiten anbietet, um die Pflegekosten steuerlich geltend zu machen:

  1. als außergewöhnliche Belastungen
  2. als haushaltsnahe Dienstleistungen
  3. durch Ansatz des Behinderten-Pauschbetrages.

Wählt man den Ansatz als außergewöhnliche Belastung, erfolgt eine Kürzung der Ausgaben um die sog. „zumutbare Eigenbelastung“. Diese Kürzung ist dagegen bei den haushaltsnahen Dienstleistungen nicht vorzunehmen. Sollte der Ansatz als außergewöhnliche Belastung steuerlich vorteilhafter sein, dann besteht die Möglichkeit, den Kürzungsbetrag für die zumutbare Eigenbelastung daneben als haushaltsnahe Dienstleistung geltend zu machen.

Anstelle des Abzugs der Kosten als außergewöhnliche Belastungen, kann man den Behinderten-Pauschbetrag in Anspruch nehmen, mit dem dann aber sämtliche Belastungen abgegolten sind.

Fazit: In jedem einzelnen Fall muss daher durch Vergleichsberechnungen die steuerlich optimale Variante herausgefunden werden.


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